Muttertag war anfangs Social Networking Event!

Heute (10. Mai 2009) ist Muttertag. Das wisst ihr ja hoffentlich (ansonsten bitte direkt an das Ende des Artikels springen – spart Zeit! *g*). Doch nun zum eigentlichen Artikel: ich habe mich schon immer gefragt, was eigentlich hinter dem Muttertag steckt.

Sicher kannte ich die „Stories“, dass der Muttertag eine Erfindung der Blumenhändler ist – aber mal ganz im Ernst: hinter sowas steckt oftmals auch eine urban legend. Also habe ich mal ein bischen recherchiert und folgende interessante Fakten zum Muttertag ans Tageslicht befördert:

1.) Der Muttertag wurde von einer Frau (natürlich Mutter) ins Leben gerufen, hatte aber damals den Zweck des Austauschs von Müttern untereinander. Mütter waren Ende des 19. Jahrhunderts oft sehr jung – das Plus an Know-How hat also sicherlich nicht geschadet. In Web 2.0 Zeiten könnte man den ursprünglichen Muttertag also als Social Networking Event sehen. 🙂
2.) Der Muttertag stammt aus den USA
3.) Er wird in einer ähnlichen Form und mit ähnlichem Zweck seit 1907 – also seit 102 Jahren – gefeiert.
4.) 1912 wurde in den USA die „Mother’s Day International Association“ gegründet, die es sich zum Ziel setzte, den Muttertag international zu verbreiten. Das muss man sich mal vorstellen: man hat dafür wirklich eine Organisation gegründet!
5.) Der Muttertag in Deutschland basiert auf einer Marketing- bzw. PR-Kampagne. Ich zitiere den dazugehörigen Wikipedia Artikel:

„In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert und – betont unpolitisch – als Tag der Blumenwünsche gefeiert. Mit Plakaten in Schaufenstern, kleineren Werbekampagnen und Veranstaltungen bis hin zu Muttertagspoesie wurde dem ersten deutschen Muttertag am 13. Mai 1923 durch den Vorsitzenden des Verbandes, Rudolf Knauer, der Weg bereitet.“

Lange Rede, kurzer Sinn: der Muttertag ist eine kommerzielle Erfindung. Dass man dies nicht unter den sprichwörtlichen Teppich kehren sollte, wird klar, wenn man die Zahlen im Artikel genauer betrachtet:

„Nach Angaben des HDE gibt jeder Deutsche im Schnitt 25 Euro für Muttertagsgeschenke aus. Obwohl der Trend hin zu Sachgeschenken geht, werden immer noch größtenteils Blumen verschenkt. So werden in der Muttertagswoche bis zu 130 Millionen Euro Umsatz mit Schnittblumen gemacht.

In diesem Sinne wünscht der Spass-Guru allseits einen schönen Muttertag 2009! Und für alle Spätsünder: auch heute sollte man noch die ein oder andere Blume bzw. den ein oder anderen Blumenstrauß auftreiben können … also: jetzt schlafen gehen, morgen früh aufstehen und schön die Mütter beschenken – das haben sie ja auch wirklich verdient! 🙂

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